Frühstücksbrot aus dem Glas

Ich frühstücke ja nicht. Morgens brauche ich meinen Kaffee mit viel Milch. Unbedingt kalte Milch. Es gibt nichts schlimmeres, als morgens, wenn ich eh noch kein Farbbild habe, sich als erstes den Schnüssel zu verbrennen! Da fängt der Tag schon grausam an! Das war schon immer so. Ich hatte früher, im letzten Jahrhundert, jeden Morgen um 6.00 Uhr eine Diskussion mit meinem Vater, weil der der Meinung war, man müsse heißen Kaba trinken und mindestens 1 Brot essen. Brrrrrh – Kaba! Mit Haut! Schauder!!!! Da hat´s mir schon den Tag versaut noch ehe ich wach bin!

Ok. Frühstück. Aber es gibt ja noch mehr Leute im Haushalt. Und die frühstücken. Oder zumindest einer davon. Stimmt´s?  So, jetzt kann es aber passieren, dass ich kein Brot im Milchhüsli hab, was schon des Öfteren passiert ist. Gibt Mecker. Also, muss ich kucken, dass was im Vorrat ist. Tk ist ja da, darfste aber nicht vergessen, am Abend vorher aus der Gefriere zu nehmen. Bumm! schon wieder Mecker. Also hab ich mir was anderes einfallen lassen. Brot im Weckglas. Hab ich vor Jahren schon mal probiert, war aber ein kleiner Reinfall. War schon richtiges Brot, aber staubtrocken. Warum, weiß ich nicht. Es kann doch eigentlich keine Feuchtigkeit raus. Ich liess es dann bleiben, weil – kein Erfolg! Aaaber – im neuen Landjournal von Weck haben sie einen Artikel über Brot – eingeweckt – gebracht und da will ich doch mal wissen, was die so können. Also – Versuch Nummero 2…..( Nur zum Nachkucken  – die nennen es Aztekenbrot.)

 

100g grobes Roggenschrot

1 El Rohrrohzucker

1/2 Tasse Essig

100g Bitterschokoladenflocken – war noch von unseren Pralinen über

1/4l  Wasser

350g Dinkelmehl

150g Roggenmehl

2 Päckchen Trockenhefe

1/8l  Milch

100g Butter

2 Tl Meersalz

Dazu:

etwas Butter und Brösel für die Gläser

Das Roggenschrot in einer trockenen Pfanne rösten, bis es anfängt zu duften. In die Teigschüssel geben, die zwei anderen Mehlsorten dazu und vermischen. Die Hefe dazugeben.

In der Pfanne den Zucker karamellisieren lassen, mit dem Essig ablöschen und den Zucker loskochen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Schokoladenflocken darin auflösen. Butter darin schmelzen lassen, Wasser und Milch unterrühren.

Die lauwarme Schokoladensauce zum Mehl geben, das Salz dazu und das ganze in der Küchenmaschine erst mal richtig gut durchkneten lassen. Den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Weckgläser oder Twist – off – Sturzgläser ( zum Beispiel die Bonne Maman – Marmeladegläser mit dem karierten Deckel ) einfetten und mit Bröseln ausstreuen. Darauf achten, dass der obere Rand mindestens 2 cm frei bleibt.

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Den Teig nochmals auf einem Backbrett durchkneten und zu kleinen Kugeln formen, die etwa 1/3 des Glases ausfüllen. Kugeln in die Gläser geben und nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen. Im Backofen etwa 30 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit mit den Glasdeckeln oder Alufolie abdecken.

Die Gummiringe in Essigwasser legen. Nach der Backzeit sofort Gummiring und Glasdeckel auflegen und mit Klammern verschließen. Backofentemperatur ausschalten und die Gläser in den noch heißen Backofen stellen, sterilisieren lassen und abkühlen. Am nächsten Tag die Klammern entfernen.