Gnocchi mit Radicchio

Erster Beitrag im neuen Jahr. Vorsätze habe ich keine bestimmten. Ich will nicht unbedingt abnehmen. Mehr Bewegung nehm ich mir schon seit Jahren vor, hilft nix. Soziale Kontakte etwas mehr pflegen – ist etwas schwierig, wenn man ständig unterwegs ist. Klar habe ich Ziele, auf die steuer ich auch zu, aber sind das Vorsätze? Schön und gut.
Also- am Jahresanfang machen wir ja immer Brigitte- Diät. Das neue Heft kommt am Wochenende raus. Bin gespannt, was es dieses Mal spannendes gibt. Ist mir manchmal zu fleischlastig, ich hätte gerne mehr fleischloses. Nicht vegetarisch oder vegan – nein! Ich will nur nicht jeden Tag Fleisch essen. Ich will aber auch keinen Tofu oder sonstigen Plastikkram. Schöne Gemüsegerichte – obwohl – wenn ich bei uns in Deutschland in die Gemüsetheke schau überfällt mich der kalte Graus! Tomaten – Schatzi, wir haben Winter!! Was soll ich mit Tomaten? Paprika ebenso! Ich habe neulich Mangold gesucht. ein ganz normales Wintergemüse! Ich habe ein vergammeltes Stengelein im hintersten Eck gefunden. Wirsing findet man manchmal. Pastinaken oder Topinambur selten. Chicoree muss man suchen. Radicchio – was ist das? Kartoffeln ok – sind lecker und vielseitig. Möhren, Sellerie und Lauch braucht man immer. Rote Bete bekommt man nur im Plastikmäntelchen – ist ja in Ordnung – spart Zeit. Warum immer nur rote Bete? Die gelben oder rosaroten sind genauso lecker!! Wo ist der Winterspinat? Wo die Schwarzwurzeln? Brokkoli und Blumenkohl gibt’s auch nicht immer – Brokkoli schon… Aber Petersilienwurzeln. Wo sind die? Die sind übrigens richtig gut!
Wenn ich in Italien, Frankreich, Österreich oder Schweiz in die Gemüsetheke schaue, finde ich vieles von dem. Neulich war ich in Österreich in diesem Ländlemarkt. Da kommt viel aus der Region, und richtig gut. Und die Gemüsetheke……. Ich hatte Radicchio di Treviso im Korb. Mehlige und speckige Kartoffeln. Feldsalat – stell dir mal vor, der war richtig fest und ist nicht gleich zusammengeklappt, als er das Dressing gesehen hat.
Zurück zur Brigitte – Diät, die kommt Ende der Woche raus. Ich bin gespannt, wie lange wir es dieses Mal schaffen….Aber bis dahin werden wir uns mit anderen leckeren Gerichten über Wasser halten. Gnocchi zum Beispiel haben auch nicht viel Kalorien, wenns darum geht. Aber – wie gesagt- eigentlich muß ich ja gar nicht abnehmen.
Das Rezept für Gnocchi habe ich ja schon öfter beschrieben. Gestern hatte ich Zeit – und vor allen superleckere Kartoffeln, mehlige Kartoffeln aus Österreich – Also hab ich eine größere Menge Gnocchi gekocht und portionsweise eingefroren, die nächste Zeit ist gerettet.
Und der Radicchio hat mich angelacht. Ich liebe Radicchio de Treviso. Am liebsten den Tardivo. Gerne als Salat, aber gedünstet ist er ein Gedicht. Die Bitterstoffe sind gut für den Magen…

Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Kolben Radicchio di Treviso
1/2 Peperoni
Meersalz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1 Tl Sardellenpaste oder 1 – 2 Sardellen
Zitronensaft
frisch geriebener Grana oder Parmesan

Den Radicchio in feine Scheiben schneiden, aber bitte ohne den Strunk komplett zu entfernen. Den Knoblauch fein hacken. Peperoni in feine Streifen schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Radicchiostreifen, die Peperoni und den Knoblauch darin andünsten. Die Sardellen zugeben und komplett zerfließen lassen. Salzen, Pfeffern und mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die gekochten Gnocchi in die Pfanne geben und mit dem Radicchio mischen. Auf vorgewärmte Teller geben und mit geriebenem Grana bestreuen. Und natürlich ein schönes Glas Rotwein dazu…..